Zweieinhalb Jahre hat das Thema "Flucht und Migration" unsere Schule beschäftigt. Nach den großen Zuwanderungen von 2015 war Migration das Thema der Stunde, als unsere Schule die Bewerbung für ein umfangreiches europäisches Projekt startete.

Migration ist kein Phänomen des 21. Jahrhunderts, sondern durchzieht die Geschichte. Immer wieder machen sich Menschen auf den Weg, verlassen ihre Heimat, mal mit, mal ohne ihre Familien, suchen eine neue Heimat und finden diese. Die Gründe ihres Aufbruchs sind unterschiedlich und oft sind diese traurig. "Niemand verlässt freiwillig seine Heimat", war der häufigste Satz, der uns in den letzten Jahren begegnete. Krieg, Verfolgung, Armut und Chancenlosigkeit lassen Menschen ihren Koffer packen, sich verabschieden von den Lieben zu Hause, von den Landschaften, Gerüchen, der Musik und dem Essen ihrer Heimat. Das neue Zuhause macht es ihnen nicht immer leicht. Die neue Sprache, das andere Klima und Essen, die beengten Wohnverhältnisse sind nicht das erhoffte

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Eindrucksvolles Gotteshaus

Bericht von Alina Dues aus dem Seminarfach "Flucht und Migration in Pop, Film und Literatur"

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Die von außen prachtvolle Sehitlik- Moschee bietet innen rund 2500 Gläubigen Platz. Die Frauen finden auf der oberen Etage ihren Platz und die Männer auf der unteren, wodurch alle gemeinsam in einem Raum die religiöse Zeremonie erleben können. Das Grundstück, auf dem sich die Moschee heute befindet, wurde dem Osmanischen Reich als Bestattungsstätte geschenkt. „Ihr befindet euch auf türkischem Boden“, schlussfolgert der Iman zu Beginn des Vortrags, für den die Besucher ihre Schuhe ausgezogen und sich auf dem blaugrünen Teppich des Gebetshauses niedergelassen haben.

Zwischen 1999 und 2003 wurde die heutige Moschee im osmanischen Baustil mit zwei Minaretten gebaut. Von einem der Minarette werden die Gläubigen zum Gebet in die Moschee gerufen. Diesen Ruf präsentierte der Iman eindrucksvoll den Schülerinnen und Schülern aus Nordhorn.

Die Moschee gilt als Kulturzentrum, wichtig

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Multimedia-Ausstellung ,,Erlebnis Europa" im Europäischen Haus Berlin

Bericht von Marlene Kempken, Mitglied des Seminarfachs "Flucht und Migration in Pop, Film und Literatur"

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Das erste Ziel der Seminarfahrt führte die 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kurse von Herrn Etmanski, Herrn Beckmannshagen und Frau Rigterink in Berlins Mitte - in die Nähe des Brandenburger Tors - zum Europäischen Haus Berlin. Allesamt machten sich nach einer siebenstündigen Busfahrt auf den Weg, um Europa neu zu erleben. "Erlebnis Europa"wurde auf Initiative des Europäischen Parlaments in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission ins Leben gerufen.

Zuallererst nahmen die Schülerinnen und Schüler sowie die Seminarfachlehrer an einem Vortrag von Sascha Sauerteig teil. Der Referent präsentierte in dem sechzigminütigen Vortrag Organe, Einrichtungen und Agenturen der EU sowie die Arbeit des Europäischen Hauses. Zahlreiche EU-Broschüren und Publikationen zu vielen europäischen Themen konnten

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Bericht von Kilian Ullrich und Finn Knoop in Zusammenarbeit mit Kirsten Rigterink aus dem Seminarfach „Flucht und Migration in Pop, Film und Literatur“

Der letzte Programmpunkt vor unserer Abfahrt zurück nach Nordhorn war eine deutsch- oder englischsprachige Tour durch Neukölln. Geführt wurde unser Kurs von Firas, einem  Englischlehrer aus Aleppo (Syrien), der über das Mittelmeer nach Europa geflohen ist.

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Von ihm wurden wir an der Bushaltestelle trotz der Kälte warm und herzlich empfangen. Firas berichtete von seiner Flucht, seinem Leben in Syrien und nun in Berlin. Wir erfuhren von den Schwierigkeiten, Flüchtling in einem fremden Land zu sein, der Reiseroute nach Deutschland sowie den Gründen der Flucht.

Vor einem Supermarkt zeigte uns der Tourleiter Bilder von syrischen Speisen. Anschließend bekamen wir Karteikärtchen mit syrischen Wörtern. „Sucht die Geschäfte, deren Namen auf den Karten stehen!“, forderte uns Firas  lächelnd auf. „Alle Geschäfte befinden sich in der Sonnenallee!“ Und es war uns

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Kreuzberg- Migration, Protest und Luxus in Berlins bekanntestem Viertel

Eine Führung durch Kreuzberg bekamen die Teilnehmer der Erasmus-Studienfahrt durch „StattReisen – Berlin“. Die drei Guides Jonas, Lotte und Angela begleiteten die Kurse durch das Viertel und verdeutlichten ihnen an markanten Punkten die Migrationsgeschichte dieses Bezirks. Hier der Bericht von Nicole Henk und Cindy Chau aus dem Seminarfach „Flucht und Migration in Pop, Film und Literatur“, die von Lotte geführt wurden.

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Kreuzberg war vor dem Mauerfall 1989 ein Randbezirk Berlins und liegt heute in der Mitte der Hauptstadt. Aufgrund der hohen Zahl an Bewohnern mit türkischen Wurzeln, seine vielen türkischen Cafés, Restaurants und Bäckereien ist Kreuzberg auch als „Klein-Istanbul“ bekannt.

Neben der Gastronomie gibt es zahlreiche Mietwohnungen, die ab 1980 instand besetzt wurden. Zunächst nur besetzt, später dann auch renoviert, um zu verhindern, dass die alten verfallenden Häuser abgerissen werden, und um dort

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